11 Baublog: Baufortschritt Kirschbaummühle September 2026

Veröffentlicht am: 02.10.2026

Im September konnten auf der Baustelle der Kirschbaummühle umfangreiche Arbeiten im Spezialtiefbau und Rohbau durchgeführt werden. Nachdem im August die Abstimmungen zur weiteren Ausführung abgeschlossen werden konnten, arbeiteten die Firmen Berger im Spezialtiefbau und RBW im Rohbau ab Ende August parallel auf der Baustelle. Damit konnten die Voraussetzungen für den nächsten großen Bauabschnitt geschaffen und die Arbeiten deutlich vorangetrieben werden.

Die Firma Berger führte die Bohrarbeiten zunächst im Zwischenbau zwischen Silo und Südseite durch und konnte diesen Bereich bis Ende September vollständig abschließen. Parallel wurde bereits ein großer Teil der Bohrpfähle im Silobereich hergestellt. Die Arbeiten bestätigten dabei grundsätzlich die Annahmen aus dem vorliegenden Baugrundgutachten. Zwar zeigten sich bei einzelnen Bohrungen Abweichungen in der Beschaffenheit des angetroffenen Bodens, insgesamt ergab sich jedoch ein weitgehend erwartungsgemäßes Bild. Die durchschnittliche Bohrleistung lag bei etwa 1,2 bis 1,4 Pfählen pro Arbeitstag.

Die Kleinbohrpfähle werden je nach Bereich zwischen etwa acht und 13 Meter tief in den Untergrund eingebracht. Dort binden sie in die tragfähigen Felsschichten ein. Ziel der Maßnahme ist es, die Lasten des Gebäudes künftig gezielt über die Bohrpfähle in die tragfähigen Schichten des Untergrunds abzuleiten und damit die bisherige Gründung im weniger tragfähigen Oberboden zu entlasten.

Parallel zu den Bohrarbeiten bereitete die Firma ABW bereits die Anschlüsse für die neue Bewehrung im Bereich der Mühle vor. An der Wand zum Mühlbach sowie an der Wand zum Innenhof wurden hierfür Öffnungen in das bestehende Mauerwerk eingebracht und Schraubverankerungen einbetoniert. An diesen Verankerungen werden später die Bewehrungseisen der neuen Fundamentbalken befestigt.

Die gewählte Verschraubung ermöglicht es, die Arbeiten an der Bestandskonstruktion bereits vorzubereiten und gleichzeitig die notwendige Baufreiheit für die Bohrarbeiten der Firma Berger zu erhalten. Die Bewehrung wird anschließend mit den Köpfen der Bohrpfähle verbunden. Dadurch entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem bestehenden Mauerwerk, den auf dem tragfähigen Fels gegründeten Bohrpfählen und dem neuen Fundamentrost. Dieser bildet wiederum die Grundlage für die spätere Bodenplatte.

Beide Unternehmen konnten ihre Arbeiten im September zügig vorantreiben. Zum Monatsende wurden die Arbeitsbereiche bereits teilweise gewechselt: Nachdem Berger die Arbeiten im Zwischenbau abgeschlossen hatte, konnte RBW dort mit der Vorbereitung der Fundamente beginnen. Gleichzeitig setzte Berger die Bohrarbeiten im Silobereich fort.

Im weiteren Bauablauf ist vorgesehen, dass die Firma Berger voraussichtlich Mitte Oktober mit den Bohrarbeiten in die Mühle wechselt. Damit kann RBW anschließend ab Mitte Oktober die Rohbauarbeiten im Silo und im Zwischenbau umfassend fortführen.

Parallel zu den Arbeiten am Baugrund und an den Fundamenten wurde im September auch die nächste große Bauphase vorbereitet: der zukünftige Holzbau. Durch die Firma IRT Tischler erfolgte ein umfangreiches Aufmaß des Bestandsgebäudes als Grundlage für die Planung der neuen Holzkonstruktionen. Die Vor- und Werkplanung wird in den kommenden Wochen und Monaten weitergeführt. Die Montage der vorgefertigten Holzbauteile ist nach aktuellem Planungsstand für das Frühjahr 2027 vorgesehen.